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A Strange Encounter / Hey you

10. – 22. Juli 2017
 
Eine Performance-Reihe mit Zuzanna Bartoszek, Lydia Ourahmane und Kandis Williams
 
Kuratiert von Alex Baczynski-Jenkins and Franziska Sophie Wildförster
 
Kevin Space freut sich die Performance-Reihe A Strange Encounter / Hey you zu präsentieren. Über den Zeitraum eines Monats werden drei Künstlerinnen eingeladen, mit dem Ausstellungsraum und der unmittelbaren Umgebung des Volkertmarkts zu arbeiten, und im Rahmen einer öffentlichen Performance zu transformieren.
 
A Strange Encounter / Hey you nimmt die Figur des Fremden und das performative Medium der Begegnung um Affinitäten zwischen den Praktiken der Künstlerinnen aufzuzeichnen und die Beziehungen zwischen Verkörperung, Raum und des Anderen (otherness) zu untersuchen.
 
Mit Sara Ahmed wird der Fremde oder die Fremde paradoxerweise als eine Form des Erkennens begriffen. Anstatt daran zu Scheitern das Andere zu erkennen, erkennen wir den jemanden als nicht zugehörig, als nicht von diesem Ort, im Gegensatz zu einem Ort angehörig. “Zu erkennen bedeutet: etwas wieder zu wissen, anzuerkennen, oder zuzugeben. Wie erkennen wir den Fremden wieder?”
 
Diese Performance-Reihe fühlt die Konturen sozialer Räume und ihrer Fremden nach um die Lücken und Durchlässigkeit des Nicht/Erkennens zu testen.
 

Kandis Williams
10. Juli 2017
 
Kandis Williams (geb. 1985 in Baltimore) lebt und arbeitet in Los Angeles und Berlin. Die Künstlerin arbeitet vornehmlich mit Collage und Zeichnung, und darüber hinaus mit Medien wie Text und zeitgenössischem Tanz um sozio-kulturelle Konstrukte wie race, Ort, Geschichte und das Selbst zu erkunden. Ihre Arbeiten thematisieren und demarkieren psychoanalytische und räumliche Konzepte, die in geopolitischen Marginalisierungen und Diskriminierung verankert sind; Williams stellt  dabei im Besonderen die Frage wie der “Schwarze” Körper darin und durch bildhafte und körperlichen Vorstellungen von Individualität und Nationalismus produziert wird.
 
Williams erhielt ihren BFA 2008 an der Cooper Union School New York. Ihre Arbeiten wurden in der Night Gallery and SADE, Los Angeles; The Studio Museum in Harlem, New York; The Underground Museum, Los Angeles; The Breeder, Athen und Human Resources Los Angeles ausgestellt.


Lydia Ourahmane
16. Juli 2017
 
Lydia Ourahmane (geb. 1992 in Saïda, Algerien) lebt in London und arbeitet zwischen Großbritannien und Algerien. Sie studierte an der Goldsmiths University of London und ihre künstlerische Praxis umfasst neue Medien, Video, öffentliche Interventionen, Performance, Skulptur sowie gefundene Objekte. Ourahmanes Arbeiten untersuchen komplexe soziale und politische Strukturen, interne und externe Kräfte, welche die individuelle Existenz bestimmen, kollektive Zukunft und Handlungsfähigkeit formen und oft in Frustration, Desillusion und dem Ausdruck von Nationalität vor dem Kontext des zeitgenössischen, postkolonialen Algerien, wurzeln.
 
Ourahmane präsentiere ihre Arbeiten unter anderem bei Bloomberg New Contemporaries 2014 am Institute of Contemporary Arts, London und World Museum, Liverpool; John Jones Project Space, London; Delfina Foundation, London; Ellis King Gallery, Dublin, sowie in den Gruppenausstellungen “Territoires Arabes” im Constantine Capital of Arab Culture 2015, und  “Natural Instincts” im Espace Arlaud in Lausanne (kuratiert von Samuel Leuenberger). 2017 ist sie Teil der 15. Istanbul Biennale “A Good Neighbour” (kuratiert von Elmgreen and Dragset) und präsentiert eine Einzelausstellung bei Chisenhale Gallery, London.


Zuzanna Bartoszek
22. Juli 2017
 
Zuzanna Bartoszek (geb. 1993,  Poznań, Polen) lebt in Warschau und arbeitet im erweiterten künstlerischen Bereich der Dichtung mit verschiedenen Textformen, Zeichnung und Performance. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit intimen Geständnissen und Reflexionen durchzogen von einer Erotik des Konsums, soziale Mediation, Krankheit und Tod. Ihre Guided Meditations sind eine Reihe poetischer Performances, die Bartoszek seit 2016 entwickelt. Sie bestehen aus einfachen rituellen Gesten, die von aufgenommenen Lesungen ihrer Gedichte zur Angst und zum Fetisch von Endlichkeit begleitet werden.
Ihre letzten Meditationen fanden bei Kem, Warschau; Lava Festival, Krakau und Cell Project Space, London statt.
 
Ihre Gedichte wurden u.a. in Magazinen wie Lampa, Czas Kultury, Fabularie und Zwykłe Życie veröffentlicht. Publishing veröffentlichte ihre erste Gedichtsammlung Niebieski Dwór/Blue Court. Zu ihren letzten Projekten zählen die Gruppenausstellungen “Ministry of Internal Affairs” im Museum Moderner Kunst in Warschau, “Perverts” bei Cell Project Space in London und die Performance “Meditation no.3” beim Lava Festival in Krakau.


1 (Ref. Strange Encounters, Sara Ahmed, S. 22)